Ha'yr be Stibai Rekr

Ha'yr be Stibai Rekr

Schnee bedeckt die hohen Berge des Planeten, als sich eine müde Gruppe Krieger nach einer langen Jagd wiederfindet - die Beute über der Schulter eines der älteren Mitglieder.


Es dauert nicht lange, bis ein Lagerfeuer und einige Zelte stehen und man die ersten heiseren Lieder der Jagd hört, die von den Heldentaten der Alten künden und von der Hoffnung auf die Zukunft.


Als der Mond seinen Zenith am Himmel einnimmt, verklingen die Lieder und es wird still, bis sich einer der Ältesten räuspert und vorbeugt, sein Gesicht runzlig und vernarbt von den unzähligen Schlachten, an denen er teilgenommen hat. Bevor er sein Wort an die Gruppe richtet, hört man das leise Heulen eines Wolfes - ein Rudel hat die kleine Jagdgruppe bemerkt. Das Lächeln, das von dem Alten folgt, fühlt sich an wie ein kalter Eimer Wasser, der über den Mitgliedern der Gemeinschaft ausgeschüttet wird, und doch hebt er die Hand abwehrend, als sich die ersten erheben wollen, um zu den Waffen zu greifen.


“Ruhig, Verda. Dieses Rudel wird keine Gefahr für uns sein. In diesen Gegenden streift der Eiswolf umher und wahre Krieger hatten bis jetzt noch nie die Krallen dieses…Tieres…zu fürchten. Allerdings..sollte euer Herz schwach sein…”


Nur ein Achselzucken folgt, dann breitet der Alte seine Hände über den knisternden Flammen aus und lässt die Wärme für einige Atemzüge einziehen. Bevor sich weiter Zweifel ausbreiten kann, bricht seine Stimme jedoch einmal mehr die Stille und das Gehör der Gruppe scheint ihm sicher zu sein.


“Das Rudel, das hier in den Bergen jagt, war einst zum Untergang verdammt. Nur ein alter Wolf und ein kleiner Welpe, beide verloren zwischen den unendlichen Weiten der Welt und seiner Gefahren. Dazu gezwungen, umherzuziehen und sich aus den Revierkämpfen der Größeren rauszuhalten.”


Tuscheln beginnt, als der Erzähler innehält und seine Hände wieder zurückzieht. Diesmal unterbricht der Alte nicht, er kennt die Gruppe und weiss, dass sie sich bald wieder beruhigen werden. Als das Murmeln endet, hebt einer der Jüngeren Krieger die Hand und fragt leise das, was die Gruppe denkt.


“Was..passierte dann?”


Wieder lächelt der Älteste und schaut den Jüngeren direkt in die Augen, wobei diesem einen Schauer über den Rücken läuft, als ihn das harte Grau erfasst.


“Sie überlebten. Jahrein, jahraus streiften sie umher, immer auf der Suche nach weiterer Beute, nach einem weiteren Bissen zu essen. Irgendwann jedoch, als der Welpe zum Wölfchen wurde, vergrößerte sich ihr Hunger und sie wagten sich vom Schatten ins Licht.”


Gebannt starrten ihn die Mitglieder der Jagdgemeinschaft an, vergessen war jede Angst über das Rudel in den Bergen.


“Als sie eine Lichtung betraten, fanden sie eine Löwin. Alt, verletzt, verstoßen. Ein totes Tier, das auf sein Ende wartet. Eine Jägerin mit stumpfen Krallen und leerem Blick.”


Wieder stoppt er, greift sich an den Gürtel und zieht eine Feldflasche hervor, um diese aufzuschrauben und sich einen tiefen Schluck zu genehmigen. Die Jäger um ihn herum scharren unterdessen ungeduldig mit den Füßen, begierig darauf, mehr von der Geschichte zu hören.


“Sie hätten sie töten können. Für einen weiteren Bissen - einen weiteren Tag, in dem sie nicht hungrig schlafen mussten. Aber sie taten es nicht. Stattdessen nahmen sie sich der Löwin an und stellten sie vor die Wahl - ein letzter Kampf oder das Vergessen.”

Einer der älteren Krieger, der die Beute getragen hat, meldet sich zu Wort.


“So ein Schwachsinn, Wölfe die mit Löwen reden? Hast du schon wieder zu tief ins Glass geschaut oder hat dir die frische Luft doch nicht gut getan?”


Ein Anstarr Wettbewerb entbrennt, als die beiden Jäger sich einfach nur anschauen und niemand ein Wort sagt. Die Spannung erstickt beinahe das Feuer, bevor sich aus der Kehle des Alten ein lautes Lachen löst und der Rest der Gruppe sich entspannt, nur um dann mit einzustimmen. Als das Grölen verebbt, schüttelt der Älteste nur mit dem Kopf und greift wieder nach seiner Feldflasche.


“Es ist eine Geschichte. Und genau so wurde sie mir vor unzähligen Rotationen erzählt, also erzähle ich sie euch auf dieselbe Weise. Wenn euch das nicht passt, werde ich Schweigen und-”


“NEIN!”


Ertönt es lautstark aus den Mündern der Jäger und der Beuteträger sieht sich plötzlich mit einer Menge strenger Blicke konfrontiert. Das scheint dem Alten genug zu sein, denn schon kurz darauf erzählt er weiter - diesmal mit einem wissenden Lächeln auf seinen Lippen.


“Die Löwin entschied sich für den Kampf. Und der Wolf prüfte sie dafür. Erst erklommen sie zusammen den höchsten Berg, dann musste die Löwin beweisen, dass sie trotz stumpfer Krallen immer noch Beute reißen konnte.”


Das Lächeln verschwindet und der Erzähler nimmt einen Schluck aus der Feldflasche. Ungeduld macht sich einmal mehr in der Gruppe breit, aber bevor jemand den Alten drängen kann, dröhnen seine Worte schon wieder.


“Sie gewann den Kampf. Und… dann starb sie. Ohne Lied, ohne ein letztes Wort. Sie hatte erkannt, dass man niemanden brauchte, der nur für sich selbst jagt. Der niemandem Gehör schenkt, außer sich selbst und der Gier.”


“Und…dann?”


Fast enttäuscht stellt einer der Gruppenmitglieder die Frage und sinkt dabei etwas in sich zusammen.


“Eine Wölfin wurde geboren. Ein Tier, das für das Rudel kämpft und den ersten Bissen stets für die anderen ließ. Stolz, Stark und Stur. So wuchs das Rudel auf drei Wölfe und es wurde etwas einfacher, zu überleben - für den Alten und das Wölfchen. Zu dritt konnten sie größere Beute jagen und mehr fressen, mussten nicht mehr so oft umherstreifen und konnten sich schönere Plätze zum Liegen aussuchen.”


Als wäre es das Ende der Geschichte, richtet sich der Erzähler auf und klopft sich die Hände an seinen Beinschienen ab, den Blick einen Herzschlag zu Boden gerichtet. Als die ersten Münder zum Protest geöffnet werden, hebt er einmal mehr die Hand und starrt ins Feuer.


“Die drei Wölfe gingen auf die Jagd, kämpften und überlebten. Jeder Tag war für sie ein kleines Geschenk der Götter. Aber der Alte wusste, dass ein Rudel nur überlebt, wenn es wächst. Also machte er sich auf die Suche. Nach weiteren einsamen Jägern, nach Verstoßenen, deren Feuer im Inneren nicht mehr als eine lauwarme Glut ist.”


Fast sieht es so aus, als wenn sich der Beuteträger mit einem abfälligen Kommentar zu Wort melden wollte, aber das Bestreben erstirbt in dem Moment als ihn die kollektiven Blicke der Gruppe treffen. Grinsend erzählt der Älteste daraufhin weiter.


“Nach der Löwin fand er ein Nexu. Einen gerissenen Jäger, der alleine durch die Wälder schlich und sich mit Mut im Herzen jeder Beute stellte. Doch das Nexu war alleine und der Schmerz der Einsamkeit hatte es langsamer werden lassen. Alle Schläue bringt dich nur so weit, wie dein Herz gewillt ist zu gehen. Also versprach der Alte Wolf dem Nexu, sein Herz zu heilen. Mit Geborgenheit, Gemeinsamkeit und einem Rudel, in dem sich das Nexu wiederfinden könnte.”


Die Gruppe hält den Atem an, während sie darauf warten, das der Erzähler endlich weiter macht. Die Jüngeren wirken vollkommen im Bann der Worte, Hoffnung glitzert in ihren Augen.


“Auch das Nexu starb. Denn es erkannte, dass die Einsamkeit es geschwächt hatte, in stillen Momenten beinahe davon gelähmt wurde. An seine Stelle trat ein weiterer Wolf - Schlau, Weise und voller Hoffnung. Ein Jäger, der das Rudel in den Kampf führte, wenn die Gelegenheit perfekt war und der Ruf des Blutes sie antrieb. Ein Wolf, der nicht mehr alleine kämpfen musste - denn er hatte wieder etwas zu verlieren. Etwas zu beschützen.”


Stille breitet sich aus, als der Erzähler die Worte sacken lässt. Sogar der Beuteträger scheint verstummt zu sein, während man nicht mehr hört, als das Knacken des Lagerfeuers und das sanfte Rascheln des Gebüsches um sie herum. Lange sagt keiner was, bis man einmal mehr das Heulen des Rudels hört - ganz nah, fast ohrenbetäubend laut. Einige der Krieger greifen nach ihren Waffen und erheben sich, der Jüngste der Gruppe blieb jedoch sitzen und schaut den Erzähler auffordernd an.

“War… war das alles? Nur… vier Wölfe?”


Bevor der Alte antworten kann, knackt es laut im Gebüsch und eine Gestalt bricht hervor - mandalorianisch, in voller Rüstung, die Farben Rot und Gelb dominant auf dem Metall. Den Helm ziert einen Kranz aus Hörnern, während die Gestalt - weiblich im Ursprung - auf die Gruppe zuläuft und das Licht des Feuers an ihrer Rüstung leckt. Auf ihrer Schulterplatte ist das Clansymbol deutlich zu sehen: einen stilisierten Eiswolf auf blauen Grund, flankiert von den Hörnern eines Mythosauriers. Die Stimme, die blechern zu ihnen dringt, wirkt erfahren und wie von jemandem, der früh lernen musste, erwachsen zu werden. Hart, unverhandelbar, ohne Akzent.


“Das Rudel wuchs und beanspruchte seinen Platz. Aus Wölfchen wurden Wölfe, aus Wölfen Geschichten. Und jetzt suchen wir mehr. Einsame Jäger, gebrochene Klingen und vergessene Schwüre - all jene, die sich ein Rudel, eine Gruppe oder eine Familie erträumen. Wir suchen Einzelgänger, um aus ihnen Wölfe zu machen.”


Und wie auf Kommando erklingt ein allerletztes Mal das Heulen des Rudels, klar, unverfälscht und so furchteinflößend, dass selbst die Mutigsten ihre Waffen fallen ließen.


Denn das Heulen kam nicht mehr aus der Distanz.


Es war um sie herum.



Hey!

Hiermit stellen wir unser bereits seit längerem aktives Projekt Ha'yr be Stibai Rekr (Clan des Eiswolfes) vor. Wir sind ein mandalorianischer Clan mit Fokus auf Social - RP, Jagden und Plots, sowie persönliche Charakterentwicklungen. Unser Spiel dreht sich ganz um die mandalorianische Lebensweise, den Wiederaufbau nach dem Angriff und die Belagerung durch Zakuul und ganz besonders darum, Geschichten zu erschaffen, an die man sich gerne erinnert.

Aufgeschlossen gegenüber Neuem bauen wir gerne Charakterlore und Hintergrund in unseren Clan ein und helfen auch Neuen dabei, sich in der Welt der Krieger zurecht zu finden. Egal ob als Kind, Rekrut, Veteran oder sogar Ausgestoßener der seinen Weg zurückfinden will, es gibt fast nichts, was nicht bei uns geht.

Was uns auszeichnet, ist der Gedanke des Rudels: Niemand steht allein. Erfolge werden geteilt, Niederlagen gemeinsam getragen. Wir legen Wert auf respektvolles Miteinander – sowohl im RP als auch OOC – und auf eine Atmosphäre, in der sich jede und jeder einbringen kann.

Was dir der Eiswolf bietet:


• regelmäßiges Social- und Plot-RP
• gemeinsame Missionen und Jagden
• Traditionen und Rituale, die man gemeinsam entwickeln kann
• Raum für Charakterentwicklung über längere Zeit
• Unterstützung bei Lore-Fragen und Hintergrundarbeit


Was wir dabei von dir verlangen:

Engagement: Interesse, aktiv mitzuwirken und die Gemeinschaft mitgestalten zu wollen.
Kreativität: Offenheit für kreative Ideen und Spaß an gemeinsamer Storyentwicklung.
Spaß am gemeinsamen Erleben: Freude daran, zusammen Geschichten zu erzählen und Neues zu entdecken.

Wenn du das alles erfüllst und jetzt auch noch Lust hast, bei unserem Projekt mitzuwirken dann kontaktiere uns doch gerne entweder hier auf dem Forum oder aber auf Discord, unsere Discordtags sind:

Reikida: lord.stinker
Niktani: adm.combat

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