Jahr: 33 NVC
Informationsart: Holo-Nachricht
Information über: Massaker auf Lenico IV
Schockierende Berichte erreichen heute den Republikanischen Raum aus dem Lenico-System.
Auf Lenico IV kam es in den frühen Morgenstunden zu einem verheerenden Angriff auf eine Bergbauanlagen der Republik. Nach aktuellen Angaben wurden zahlreiche Minenarbeiter, Techniker und Sicherheitspersonen getötet. Die genaue Zahl der Opfer ist derzeit noch unklar, doch örtliche Behörden sprechen bereits von einer Vielzahl an Opfern.
Rettungskräfte und republikanische Sicherheitsdienste befinden sich weiterhin vor Ort. Überlebende berichten von einer einzelnen Angreiferin, die mit außergewöhnlicher Gewalt vorging und keinerlei Versuche unternahm, Gefangene zu machen. Mehrere Bereiche der Anlage wurden verwüstet, Kommunikationszentren zerstört und Sicherheitsteams vollständig ausgelöscht.
Besonders beunruhigend sind Hinweise darauf, dass bei dem Angriff Fähigkeiten der Macht eingesetzt wurden. Augenzeugen schildern das eine Twi'lek mit einem roten Doppelklingen-Lichtschwert, welche die Stationen systematisch durchkämmt haben soll.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt konnten die Behörden die Identität der Täterin nicht offiziell bestätigen. Sicherheitskreise prüfen jedoch mögliche Verbindungen zur ehemaligen Jedi Vizzal'talik, die zuletzt als vermisst galt und deren Aufenthaltsort unbekannt ist.
Der Jedi-Orden sowie die Sicherheitskräfte der Republik wurden über den Vorfall informiert. Ermittlungen laufen derzeit auf Hochtouren.
Weitere Informationen werden veröffentlicht, sobald bestätigte Erkenntnisse vorliegen.
Zusätzliche Information: Eine Holo-Nachricht wurde aus der besagten Anlage noch verschickt an die Republik.
Eine Holo-Übertragung wurde in den republikanischen Raum übermittelt.
Das Hologramm flackert auf. Das Bild ist gestochen scharf, aber von einem düsteren, grünlichen Schimmer im Hintergrund unterlegt. Drei Minenarbeiter knien im Staub, die Hände hinter dem Rücken gefesselt, ihre schmutzigen Gesichter sind starr vor Todesangst. Sie wimmern und wirken vollkommen verzweifelt. Dahinter steht eine Gestalt, es ist Vizzal'talik. Ihre Stimme ist kühl, sadistisch und fast absolut ruhig.
"Einst habe ich geglaubt, der Pfad der Jedi sei der einzig wahre. Ich habe dem Licht nachgeeifert, habe mein Blut vergossen, nur um in Euren Reihen stehen zu dürfen. Jahr um Jahr habe ich mich bemüht, wieder ein Teil von Euch zu werden... doch am Ende habt ihr mich nicht wirklich vertraut.
Ihr habt mich im Stich gelassen. In dem Moment, als ich euch am meisten brauchte, als die Dunkelheit nach mir griff, war niemand stark genug um mich zu "retten"."
Sie tritt einen Schritt vor. Ihr Blick fixiert die Holo-Kamera so intensiv, als würde sie jedem einzelnen auf der anderen Seite direkt in die Seele schauen. Die korrumpierten gelb-orangefarbenen sind klar zu erkennen. Das Zeichen der korrumpiernden Art der dunklen Seite. Während ein kaltes Lächeln ihre Lippen umspielt.
"Eigentlich... sollte ich euch danken. Eure Ignoranz hat mich erst an diesen Ort geführt. Ihr habt mich blind in die Dunkelheit gehen lassen und dort habe ich die wahre Macht gefunden.
Ich bin keine einfache, verirrte Gefallene mehr, die ihr bemitleiden oder die ihr retten könnt. Darth Ikanius hat das Potenzial in mir gesehen, das ihr aus Angst verleugnet habt. Unter ihm bin ich endlich frei. Fernab jeglicher Jedi-Dogmen, fernab der verlogenen Heuchelei Eurer Republik."
Sie hebt langsam ihre rechte Hand. Ein mechanisches Klicken ist zu hören, gefolgt von einem, bedrohlichen Zischen einer Zündung. Doch es ist kein gewöhnliches Lichtschwert mit einem knisternden Fauchen schießen an beiden Enden ihres metallischen Griffs blutrote Strahlen aus einer massiven Doppelklinge. Das grelle, rote Plasma taucht ihre Rüstung in ein rötliches Licht. Die Gefangenen brechen in Panik aus, wimmern und winden sich im Staub, doch Vizzal zuckt nicht einmal.
"Mein Meister hat mich von meinen Fesseln befreit. Er hat die schwache Twi'lek sterben lassen und mich zu Lady Nythera gemacht. Merkt euch diesen Namen. Ich bin das fleischgewordene Versagen Eures Ordens. Und ich werde nicht aufhören, bis ich euch nach und nach gejagt und getötet habe. Jeden. Einzelnen."
Mit einer fließenden, fast beiläufigen Bewegung ihrer Doppelklinge schneidet das rote Plasma durch die Luft. Die Übertragung bricht im exakt selben Moment in ein schrilles, Rauschen ab, als die Arbeiter fallen und somit enthauptet werden. Das Bild wird danach dunkel.