• Aarays T-Visor schnellte gen Leihrra, als ein Blasterbolzen bei ihr einschlug. Der Treffer überraschte ihn, angesichts der hohen Geschwindigkeit, welcher die
    Verfolgungsjagd unterlag. Er wusste jedoch, dass sie in Ordnung war, und lachte rau auf: ''chakaar ti jate'kara!'' Über seine Helmkamera, die auf Augenhöhe
    im hinteren Teil des Helmes verbaut war, erfasste er, dass einer der Gleiter mit der Schnauze vorran in die Tiefe stürzte. Seine aufgezwungene Passagierin
    schien etwas getroffen zuhaben. Der Krieger nickte knapp und spracht weiterhin belustigt: ''mhi jate'kara ori'shya chakaar!''


    Der Luftbetrieb wurde unübersichtlicher, je näher die Mandalorianer ihrem Ziel kamen, denn der Verkehr traf jetzt mit mehreren unsichtbaren Bahnen,
    denen die Gleiter und Schiffe in vier Himmelsrichtungen folgten, wie bei einer Kreuzung, aufeinander. Aaray nutze die Chance und beschleunigte, um den übrig
    gebliebenen Verfolger abzuschütteln. Er warnte Leihrra mit einem knappen ''tsikador!'', ehe der gefestigte Pilot den dachlosen Gleiter mit einer Rolle von der
    rechten äußeren Seite der Hauptverkehrsspur zwischen jene und ihrer diagonal liegenden, gegenläufigen Spur brachte, zwischen ihnen abtauchte und mit vollem
    Schub im Getümmel er Kreuzung zu verschwinden versuchte.


    Sie entfernten sich von der Kreuzung, ohne einen direkten Verfolger zuhaben. Aaray ließ es sich über seine Helmsensorik bestätigen, ehe die Anspannung von
    ihm glitt und sein Lachen zurückkehrte. Dabei widmete er Leihrra einen prüfenden Blick. Er setzte mit dem entwendeten Gleiter zum Tiefflug an.
    Der Peilsender von Calo Fodas Gleiter übertrug konstant von einem großen Grundstück mit mehreren Gebäuden. Soviel war von der Karte abzuleiten, die sich per
    visuellem Befehl in der HUD-Anzeige im Helm wie ein transparenter Flimsiplast über das Ortungssignal des Transmitters legte. Aaray und Leihrra konnten die
    riesigen Industrieschornsteine sehen, aus denen die Abgase in grauen Wolken empor stiegen.


    Das Landschaftsbild im Industriesektor war geprägt von den mächtigen Fabrikgebäuden und ihren ohne Stillstand laufenden Schornsteinen. Die Rauchgase gingen
    als dunkle Säulen zu Hunderten in einen schwärzlichen Himmel über, von dem wiederum der saure Regen auf Irith herab fiel. Aaray sah einen starken Kontrast zu
    seiner Heimatwelt, während er zur Landung ansetzte. Auf Mandalore gab es üppige Wälder, bewohnt von gefährlichen Wildtieren, die stets eine herausfordernde
    Jagd versprachen. In dem schwarz-grauen Gebäudewald dieser Hutten-Welt gab es nicht weniger wehrhafte Beute.
    Eine von ihnen befand sich jetzt in unmittelbarer Reichweite.


    Die Mandalorianer landeten auf einer Plattform, die an eines der Gebäude grenzte. Der verlassene Gleiter von Calo Foda parkte hier ebenfalls....



    Begriffserklärung
    chakaar = Dieb; Kleinkrimineller
    ti = mit
    jate'kara = Glück; Schicksal; die Sterne stehen gut
    mhi = wir
    ori'shya = mehr als
    tsikador = vorbereiten; fertig machen



    Copaani mirshmure'cye, vod? - Are you looking for a smack in the face, mate?

  • Leihrra drückte sich wieder hinauf und gab erneut ein paar Schüsse ab, um die Verfolger abzuschütteln.
    Jedoch hinterließen die Blasterbolzen nur Brandspuren auf der Außenhülle und verursachten nur wenig Schaden am Gleiter. Einer von ihnen traf zwar die Elektronik, ließ den feindlichen Gleiter aber nur kurz taumeln.
    Als das "tsikador" aus Aarays Richtung hallte, blickte die junge Mandalorianerin sofort wieder nach vorn und krallte sich sogleich am Gleiter fest, ehe er auch schon seine gewagte Rolle durch den Verkehr durchzog.
    Die Schornsteine der Fabrikgebäude näherten sich und auch Leihrra nahm war, dass sie sich ihrem Ziel näherten.
    Sie warf den Blick wieder zurück, den Blaster erhoben und bereit die Verfolger weiter zu beschießen.
    Jedoch fand sich niemand mehr, den es zu beschießen galt.
    "Jate. Da wären wir sie los.", brummte sie unter dem Helm hervor und drehte sich auf dem Sitz wieder nach vorn.


    Sie kamen einer der Plattformen näher, wo auch schon der geparkte Gleiter Fodas wartete.
    "Da ist er. Er wird nicht weit sein.", raunte sie Aaray entgegen und sprang aus den Sitz heraus, als der Gleiter auf dem Boden aufsetzte. Ihr Visor blickte auf das große Industriegebäude, dann auf die Schornsteine und den Himmel des Planeten. "Etyc.", stellte sie fest. Stadtplaneten waren nicht die Orte, die sie gern besuchte. Es war zu voll, zu dreckig und zu unübersichtlich.
    "Oya! Holen wir uns den chakaar!", ihre Panzerstiefel klapperten in einem stürmenden Schritt nach vorn. Eilig und voller Eifer, den komplizen des Verräters zu fassen.


    Darr hingegen, schwang noch immer mit seinem Gleiter durch die schmutzige Luft Iriths.
    Er vernahm eine Explosion, die sich unmittelbar vor ihm abspielte, als der abstürzende Gleiter ohne Zwang eine Bodenebene weiter unten mit seiner Außenhülle küsste.
    Die Teile des Gleiters zerschellten und warfen sich in alle möglichen Richtung, es war nicht möglich, dass dort jemand überlebt hätte.
    "Cyar'ika.", hauchte der Mandalorianer mit einem feststellendem Ton zu sich selbst und fixierte sich darauf, dem Signal zu folgen. Ihr Signal wurde langsamer und begann sich schließlich für eine kurze Zeit auf einen Punkt, nahe eines Industriegebäudes zu fixieren.
    "Na endlich."



    Begriffserklärung:
    tsikador - mach dich bereit
    Jate - Gut
    Oya - ein positiv gemeinter Schlachtruf
    chakaar - Dieb, Krimineller
    Cyar'ika - Liebling, Schatz
    etyc - dreckig

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