[Kapitel III.] Ein Schatten unter den zwei Sonnen...

  • Iquen hob leicht den Kopf aus dem Nacken und atmete noch immer schwer, als im Cockpit eine Kontrollleuchte blinkte und ein leises Pfeifgeräusch die Ankunft auf Tatooine ankündigte. Hatte sie wirklich derartig die Zeit vergessen? Sie lächelte sanft und sah zur Seite, teilte sie sich noch immer den Pilotensitz mit ihrer Lilie.



    Auf Tatooine, genauer im Zielgebiet vor Anchorhead gingen nahe Dreviad beide Sonnen auf und tauchten die zunächst nächtlich blaue Szenerie in ein zunächst orangenes, dann gelbes Licht. Die Schatten der Vaporatoren und Kuppelgebäude wanderten langsam doch wie im täglichen Trott langsam auf ihren Zenit zu. Es war eine kleine Farm außerhalb der Ortschaft, doch noch innerhalb der Sicherheitsperimeter und gesichert durch autonome Geschütze. Die Tusken wussten, dass dieses Gebiet für sie Gefahr bedeutete und suchten sich zumeist einfachere Ziele nur selten hörte man ihre Rufe und Hörner in den tiefergelegten Grünanlagen des Gebäudekomplexes in dem ein junger Mirialaner bereits nervös in seinem Zimmer auf und abging.

  • "Das dort ist nicht der Ort für mich und das ist eine Sache zwischen Dir und deiner Tochter Mirax." schmiegte sie sich an den weichen Körper ihrer Soldatin, welcher gar nicht so rauh und zäh wirkte wie Mirax damals immer behauptet hatte. Offenbar hatte Iquen selbst diesen Felsen dazu gebracht seine weiche Seite nach außen zu kehren. "Außerdem sollte jemand hier bleiben, wenn Jeret und Neethja eintreffen oder?"

  • Mirax seufzte, nickte dann jedoch leicht und lächelte.
    "Du fehlst mir schon jetzt.", hauchte sie leise.
    "Aber das ist ein Sache zwischen Leyy und mir, da hast du absolut recht! Irgendwie freue ich mich sogar darauf, auch wenn sie mich wohl nicht vorstellen wird. Ich hoffe der Junge wird keine Enttäuschung für sie.", blickte sie aus dem Cockpit in Richtung Planet.

  • "Das Leben besteht aus Hoffnung und Enttäuschungen Mirax. Selbst das müsste sie lernen..." schien es als hätte Iquen gerade einen Glückskeks ausgerülpst, während sie sich als Antwort auf die erste Aussage nur nochmal fest an Mirax schmiegte und seufzte.

  • Mirax kicherte ob der Liebkosung und eine Gänsehaut rann ihren Hals herab.
    "Ich war vermutlich schlimmer, nur selbst nimmt man das nicht wahr. Ich liebe sie wie meine eigene Tochter auch wenn sie immer sagt ich werde immer nur eine große Schwester für sie sein. Aber das ist okay.", seufzte sie.
    "Ich glaube es wird Zeit das wir uns ankündigen. Nicht das bei der Flugkontrolle in Ancorhead noch die Nerven verliert."

  • "Auf Tatooine gibt es eine Flugkontrolle für die Wildnis?" meinte sie leise und erstaunt... "und was Leyy angeht... Gib ihr Zeit, erwarte nicht, dass sie "Mama" zu Dir sagt, denk an ihre leibliche Mutter und was sie erlebt hat. Ich kann Leyy nicht böse sein und es ist okay, wenn sie ihre Wut auf mich entläd, statt auf Dir."

  • "Ich habe nicht vor unseren Aufenthalt unnötig in die Länge zu ziehen.", griff sie an Iquen vorbei zum Kontrollpult und aktivierte das automatische Anflugsignal.
    "So, jetzt sollten wir uns aber wirklich fertig machen. Sonst landet ein schwer bewaffneter Frachter mit zwei nackten Schönheiten im Cockpit im Vorgarten von Leyys Zukünftigen. Wäre zwar sicher nicht so spektakulär wie die Holokommidee, aber es würde sicher ein gewisses aufsehen erregen.", grinste sie

  • "Also ich würde gern noch etwas hier bleiben, gibt's hier keine Warteschleifen, die man fliegen kann?" biss sie Mirax sachte in die Schulter, als sie an ihr vorbeilangte ohne sie zu beachten, dann stand sie langsam auf und lächelte breit und warmherzig, als sie sich vor dem sich nähernden Planetenpanorama streckte. "Da, sieh meinen Hintern Tatooine! Mehr bekommst Du von mir nicht zu sehen!"

  • Mirax lachte herzlich.
    "Du bist unmöglich, aber immerhin geizt du nicht mit deinen Sahnestückchen.", fuhr ihr Blick wohlwollend über die Rundungen ihrer Freundin.
    "Später!", schmunzelte sie.
    "Jetzt muss ich mich um das andere Familienmitglied kümmern.", stand sie auf und schlüpfte nach einigem suchen in Hose und Top.

  • "Wärest Du so lieb und bringst mir meine Sachen? Sonst muss ich durch Silvers Reich und er guckt immer so lüstern..." Nach ihrem Planeten-Showtanz setzte sie sich wieder und legte die Beine auf die Armaturen. Hier und da piepte es, sollte es nicht wundern, wenn gerade die Luft aus dem restlichen Schiff entwich... "Huch!?"

  • Mirax war mit wenigen Schritten an der Konsole, deaktivierte die Waffensysteme und legte eine Sperre auf das Bedienfeld.
    "Etwas vorsichtiger, wir wollen doch nicht das eine verirrte Erschütterungsrakete Leyy zur Witwe macht.", ermahnte sie Iquen lächelnd.


    "Sachen zum Anziehen? Kommen sofort." , machte sie sich daran das Cockpit zu verlassen und griff noch nach ihrem Armbandkom, welches kurz zuvor einen recht unsanften Flugtest überstehen musste.
    Im Gehen aktivierte sie das Gerät und nahm Zugriff auf das Interkom des Schiffes.
    "Guten Morgen Leyy, wir haben zwei wunderschöne Sonnen am Firmament und Tatooine ist in Sicht. Ankunft in 15 Minuten.", gab sie schmunzelnd durch und lenkte ihre Schritte in den Aufenthaltsraum.

  • Die Fußspitzen wurden von Iquen sachte durchbewegt, tanzten ihre Zehen vor dem Wüstenplaneten, war unsicher ob ihre Aufmerksamkeit ihren Füßen oder dem Planeten galt als sie leise eine Huttenoper summte und ihre Zehen sich im Takt dazu bewegten.


    Auch in Leyys Quartier rumorte es und die Mirialanerin stand kurz darauf im Aufenthaltsraum, leicht geschminkt und mit noblen Kleidungsstücken, sollte Mirax klar werden wofür sie ihr gesamtes Geld auf Coruscant verschleudert hatte. Das Armband von Mirax am Handgelenk stellte sie sich hin und drehte sich. "und?!"
    Sah sie in der Tat etwas eigenartig aus, hatte sie sich zweifellos Mühe gegeben, doch war klar, dieses Mädchen ging selten aus und noch seltener musste sie sich dabei Gedanken um ihr Äusseres machen.

  • Mirax war gerade dabei Iquens Sachen zusammenzukauben, als Leyy den Aufenthaltsraum betrat.
    "Wer sind sie und was haben sie mit Leyy gemacht?", scherzte sie lächelnd und musterte die Mirilanerin abschätzig.
    "Die Sachen sind hübsch, aber brauchst du eine Verkleidung, um ihm gegenüber zu treten? Du selbst strahlst doch auch so schon hell genug.", legte sie Iquens Sachen auf das Holokom und trat schmunzelnd zu Leyy.
    "Aufgeregt?"

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