Ausgelagerte Diskussion zum Thema "'Wie sieht das familiäre Zusammenleben von Sith aus"

  • Du wirst mich steinigen und ich bin wieder der typisch engstirnige Miesepeter, aber soll das:



    ernsthaft Sith darstellen oder ist das bewusst ironisch geschrieben?
    Das ist jetzt keine sarkastische Frage, um das zu betonen, sondern ganz ernst gemeint.

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    Einmal editiert, zuletzt von Malycus ()

  • Ich nehme an, Du hast die Story bislang verfolgt und sicherlich auch festgestellt, dass Humor und Ironie Stilmittel sind, die ich in jedem Storyabschnitt verwende, gerade wenn es um den Umgang der Familienmitglieder von Haus Theress miteinander geht. So ist es auch in diesem Abschnitt. Gewiss gäbe es auch andere Möglichkeiten, die Ereignisse darzustellen, aber wo bliebe dabei der Spaß?


    Dass das Ganze mit dem Bild von Sith nicht korreliert, das Du in Deinem Spiel vertrittst und das für Dich wichtig ist, ist mir dabei durchaus bewusst :winking_face: es ist meine Interpretation des Ganzen, und meine Herangehensweise an all das. Und da wir uns schätzungsweise ingame niemals begegnen werden, sollte eine Coexistenz nicht das riesige Problem sein.
    Ich schreibe diese Story zu meinem ganz persönlichen Vergnügen, nicht mit dem Anspruch einer Deutungshoheit. Lord Gahaar ist eine rechthaberische, alte Zicke, der ihre politischen Ambitionen in vielem wichtiger sind als die Ansichten ihrer Kinder. Anechour hat seine Kräfte in diesem Storyteil schlichtweg überschätzt und bekommt die Quittung dafür. Und ja, seine Leibwächterin läuft ingame ausgesprochen knapp bekleidet herum. Ihn störts nicht ...

  • Du hast hier einen Feedbackthread, also wird Feedback jawohl auch erlaubt sein. Davon gehe ich zumindest aus, sonst hättest du den Thread ja nicht :winking_face:


    Ich finde die Art wie du schreibst gut, ohne Frage. Was stilistische Mittel angeht, Schriftbild, etc. ist das alles top.


    Was die Szene angeht muss ich aber sagen, wie du schon richtig andeutest, dass es für mich nichts von "Sith" hat. Die Personen haben mit Sith doch reichlich wenig zutun. Und ich weiss, alles Interpretationssache. Schlussendlich ist ja auch der Cantina-Darth reine Interpretationssache. Wenn man das anders sieht, sieht man das eben anders.


    Der Sith Lord der nach tagelangem Besäufnis nach Hause kommt und hofft nicht auf seine Mutter, ebenfalls Sith Lord, zu stossen. Der sie doch trifft und selbige sich darüber auslässt, das die Schutzperson des Lords sich zu freizügig anzieht und damit die Sklaven "wuschig" macht. Der Sohn (Sith Lord) der das grummelig und verkatert hinnimmt, sich zurechtweisen lässt, und dann verkündet er habe quasi seine Verlobung gefeiert.


    Das klingt böse, aber die Szene könnte man 1:1, wenn man Begriffe wie "Sith", "Reinblut" und "Sith Lord" rausnimmt, in den Springfield Clan, also einer der typisch alten Daylie Soaps um Adel und Geschäfte, packen.


    Das Ambiente, die Atmosphäre, von Sith fehlt mir persönlich darin völlig. Ich sehe da keine Sith.
    Und ja, ich weiss, der Malycus zerreisst jetzt wieder was anderen Spaß macht. :winking_face:

  • Halt, Halt :slightly_smiling_face: Dass Gahaar glaubt, dass Anechour nach einem langen Besäufnis nach Hause kommt - und dass Anechour sich auch so fühlt, als hätte er mehrere Tage lang durchgemacht - heisst nicht, dass das dann auch tatsächlich passiert ist. Du wirst bei der Story sicherlich schon festgestellt haben, dass er recht viele Dinge tut, die er vor seiner Mutter verborgen hält. Er würde einen Teufel tun ihr zu erzählen, dass er sich tatsächlich in Richtung Familienwohl engagiert hat (um keine Erwartungen auszulösen, die er dann dauernd erfüllen müsste) und den halben Tag (siehe Zeitstempel) in den imperialen Archiven auf der Suche nach Hinweisen verbracht hat.


    Dass er mit Hilfe der Macht recherchiert hat, hat ihn komplett ausgelaugt, mehr als er eigentlich geplant hatte. Nicht etwa ein tatsächliches Besäufnis :winking_face:
    Und ja, ein gewisser Soapanteil ist mit drin, das war er von Anfang an. Die Verhältnisse zwischen sehr unterschiedlichen Charakteren, die durch Familienbande aneinander geschmiedet sind, haben denke ich immer einen gewissen Soapcharakter. Dieses Mal tritt er deutlicher zutage, an anderen Teilen der Story weniger.


    Was den Spaß angeht: Mein Spaß ist gegeben und wird es auch weiterhin sein, wenn ich die Story fortführe :winking_face: was Deinen Spaß angeht, erlaube ich mir kein Urteil.

  • Zitat

    Der Sith Lord der nach tagelangem Besäufnis nach Hause kommt und hofft nicht auf seine Mutter, ebenfalls Sith Lord, zu stossen. Der sie doch trifft und selbige sich darüber auslässt, das die Schutzperson des Lords ...

    ---snip---


    tl;dr?!


    Anders kann ich mir diese offensichtliche Demonstration von "Kein Peil wovon ich eigentlich rede" nicht erklären. Feedback in Feedbackthreads sollte zumindest zeigen das man begriffen hat worüber man feedbacked...


    <<<BTT>>>


    Ja der Stil ist in der Tat in manchen Ansätzen etwas ironisch und "aufgedreht". Aber ich denke mal jeder der Geschichten schreibt legt seine Gewichtungen anders. Csan wird andere Gewichtungen haben wie ich, oder Deidree oder Trigger oder... naja wer auch immer.
    Außerdem passt der Ductus der Story recht gut mit dem zusammen mit dem was man von Anechour ingame mitbekommt. Das es teils für den einen oder anderen Geschmack etwas sehr unterhaltsam daherkommt mag sicherlich sein. Aber mich persönlich motivieren gerade diese "Momente" zum weiterlesen da die ganze Geschichte zwar durchaus reflektiert das Anechours "Dandytum" zu verschiedentlichen Zwecken vorgeschoben wird und er durchaus ein ernstzunehmender Gegner / Feind / Verbündeter ist, zum anderen aber die Story dem (für mich gähnend langweiligen) "uah sooo eeevillll" Ductus durch diese Elemente entkommt. Selbiges ist schon trölfzig mal von zig Seiten verfaßt worden und wird dadurch auch nicht spannender.
    Mag sein das ich da nicht minder narrow minded bin als andere Leute die "ihren" Stil bevorzugen. Aber in der Unterhaltungsliteratur ist es nunmal so das man liest und befürwortet was einem gefällt.


    Daher von meiner Warte aus : MEHR! und THUMBS UP
    Okay bin da auch ein wenig voreingenommen da in dieser Story Elemente aus erfolgtem RP verarbeitet werden. Darüber liest denke ich jeder gern sofern es in seinem Sinne dargestellt wird.


    - Vryn

  • Es ging doch gar nicht darum ob etwas "gut" oder "schlecht" gespielt ist sondern bricht sich schlicht bei der Frage ob Sith "Adelshaus Allüren" haben oder nicht.


    Ich sage mal so: Das könnte für sich soviel Spass machen wie es will, wäre aber nichts was ich bei Sith sehen wollen würde, was ICH bespielen wollen würde weil ich nunmal Sith spielen möchte.
    Und da ist mir bewusst, dass ich "total engstirnig" mehr Zeit darin investiert habe (weil es mir Spass macht, nicht nur um danach den Dicken Lorenazi raushängen zu lassen) mich durch den Hintergrund zu lesen und zu spielen und letztendlich dann den Anspruch habe auch diese Art Stimmung zu spielen und nicht "Adels Daylie Soap Sith" (nicht böse gemeint denn du schriebst ja selbst was von Soap Elementen).


    Mit "Tellerrand" und "Spasd kontra Ernst" hat das, meiner Ansicht nach nichts zutun weil es Strukturen der Spielwelt so darstellt wie sie in der Darstellung der Spielwelt die ich mag, gelesen habe, bespielt habe, so schlicht nicht existieren.


    Was einem letztendlich Spass macht mag aber sicher auch daher kommen was dir bespielen mit denen man mehr oder weniger "Stamm"-bespielt und mit wem man auch so mehr quasselt (Spielpartner Prinzip).


    Das ändert aber letztendlich nichts an der Kritik. Einer die ich bisher zu jedem "Sith Adleshaus GoT"-RP brachte und mir nicht nur verkneife weil es vielleicht ein Spieler betreibt den ich symphatischer finde als jemand anderes.


    - engstirniger Holzkopf mit beschränktem RP Horizont


    Und damit auch raus wenn ich einfach im Konsens nur zu doof bin zu verstehen was geiles ihr da bespielt und deswegen schon geistig unterqualifiziert bin um etwas dazu zu sagen.


    Kritik ist auch grundsätzlich etwas total negatives, was ich sowieso von berufswegen mache (natürlich nur bei Leuten die ich absolut nicht leiden kann) und nur mit dem Zweck anderen den Spass zu verderben. Und warum? Weil ich ihn euch allen Neide denn ich habe keinen! Und deswegen ist es nur recht wenn man mir das auch so unter die Nase reibt und verteidigend zusammentritt auf das ich abgewehrt werde und nicht doch jemandem den Spass sardonisch lachend kaputt mache (weil ich sonst im Leben nichts habe) :winking_face:

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  • Wenn wirklich die Diskussion 'sollen Sith so und so sein oder nicht' zum wiederholten Male geführt werden soll - soweit ich mich entsinne, ergab sie die letzten paar Mal im Diskussionsbereich des Forums schon keine wirkliche allgemeingültige Lösung - dann mache ich da gerne wieder mit. Aber ich denke, das hat mit der Story nur im entfernten Sinne zu tun.
    Ich bilde hier meine persönliche Sicht von Sith ab, die über das Bild des dunkeldüsteren Machtnutzers hinaus geht - eben mehr Darth Wovrawn als Darth Baras, wenn man es mal ingamegerecht erklären möchte. Unklarheiten in der Story habe ich jetzt hoffentlich beseitigt, ich schätze, da sind auch ein zwei Missverständnisse mit in die Bewertung mit eingeflossen.


    Wie Du, Malycus, drauf bist und was andere von Dir denken, ist ehrlich gesagt für meine Story nicht relevant. Wir kennen uns nur über das Forum, dass wir uns nicht wirklich einig sind, ist auch nichts neues. Ein Urteil über Deinen Charakter und Dein bevorzugtes Spielumfeld erlaube ich mir auch heute nicht. In sofern verstehe ich den Ausbruch von eben nicht.
    Danke nochmal an Kinman für die kleine Erinnerung.

  • Okay, kurz überflogen.
    Also Maly, dass es immer wieder diskrepanzen gibt zwischen deinen Vorstellungen und denen der anderen ist ja nen offenes Geheimnis.
    Allerdings ist deine Einstellung in etwa so: Alle Menschen mögen Grün. Chiss mögen keinen Spinat. Cyborgs sind alles Psychopathen.
    Mal so als überspitztes Beispiel.
    Also: Warum soll es nicht solche Hausallüren geben?


    P.S. Edith sagt, dass die Story amüsant ist.

    "Oh, meine Dame, ihr brecht mir das Herz"
    "Man kann nichts brechen was nicht vorhanden ist."
    - Konversation zwischen Vrynasha Everyndar und Tharnur Vor'en

  • Mal im Vorraus zur Geschichte selbst:


    Ich habe sie mehr überflogen und das was ich gelesen habe, hat mir gefallen. Der Schreibstil ist sehr gut, es wird nicht langweilig und die Story ist amüsant. Alles in allem sehr gut. _ABER_ auch für mich ist das kein Star wars im Sith Imperium. Die ganze Geschichte der Häuser wirkt für mich ebenso nach einem: 'GoT Ambiente, reingequetscht in Star Wars'. So teile ich auch Malycus Meinung - Auch wenn diese oft etwas spitz rüberkam.


    Da auch gerade die Vowrawn Bilder so 'In' sind - Frage ich mich, was er mit der Häuser Geschichte groß zu tun hat. Vowran - Darth im Rat - mag seine Eigenheiten haben, aber sicher war er kein Mitglied eines Hauses das sich mit anderen darum buhlt wer an wen verheiratet wird um dieses oder jenes Haus für sich zu gewinnen. Und auch stellt hier niemand einen Sith als 'Dunkeldüsteres Wesen das nur schmunzelt wenn er irgendwelche Gegner zerschnetzelt oder sonst was Aber-Böses tut'. Das könnte vielleicht noch zu einfachen Frontsith passen. Aber niemals zu Höheren Positionen. Sith sind mehr als das. Sie sind Komplex, Vielschichtig. Machtbasen - Und das ist das, was Hohe Sith [Lords und so] ausmacht - entstehen nicht ohne Grund. Diplomatie, Geschick im Umgang mit Worten, seinen Leistungen und Machtspielchen machen das. Natürlich mag das Bild der Häuser wieder passen, die versuchen sich gegenseitig den größten Vorteil auszuspielen. Aber nicht in solchem Sinne - Nicht im Adelshaus-Soap-Ambiente. Es ist immernoch das Sith Imperium. Ich bezweifle, dass das Wohl der Familie, deren Vererbung und aufrecht erhaltung an erster Stelle steht. Ich denke, dass es um Selbsterhaltung geht - Das sowieso natürlichste Ziel jedes Organismus. Es gibt Adel im Imperium, Verbündete, die sicherlich große Häsuer aufgebaut haben. Die um die Erblinie und Partner für die stetig wachsende Linie kämpfen. Aber nicht bei Sith.


    Aber wie alles im Rp, ist dies alles Interpretations und Auslegungssache. Und auch meine Meinung, nix festgelegtes. Und nein, ich meine nichts persönlich. :winking_face:


    ~ Teenna

  • Das Ding mit der "Häuser Geschichte" ist mittlerweile, dass aus dem RP der Eindruck entsteht als seien solche "Sith-Häuser" Konstrukte völlig normal. Es sei normal, dass es solche Häuser gibt, die sich wie typische Adelsfamilien nach außen darstellen.


    Das führt auch oft zu Fragen die mir begegnen wie etwa was es braucht um so ein Haus zu gründen, welche Privilegien so Häuser hätten, wie die Erbfolge in solchen Häusern geregelt sei, etc.
    Die Antwort auf die Frage fängt allerdings 3 Schritte vorher an: Solche Häuser als "offizielle Institutionen im Imperium" gibt es gar nicht, genauso wenig wie es "Sith-Adel" gibt.
    In keiner Quelle, keinem Comic/Webcomic, keiner Story im Spiel, keinem Buch, keinem sekundären Quellenband taucht etwas wie ein "Sith-Haus" (Reinblut oder nicht) oder etwas wie "Sith-Adel" auf. Entsprechend gibt es gar keine Nachweise oder Quellen zu deren Stellung im Imperium, deren Erbfolge, deren "Partnersuche für den Haus-Nachwuchs" oder sonst etwas.


    Ja, im RP begegnen einem unter Sith mittlerweile mehr Sith-Häuser als Gefolgsblöcke als alles andere. Das bedeutet aber eben noch lange nicht, dass es diese Konstrukte vor dem Hintergrund von SWTOR und dem Sith-Imperium überhaupt wirklich gibt.


    Gerade Vowrawn und Darth Serevin werden gerne als Beispiele für Sith genommen die "Dolce Vita" fahren (salopp gesagt) und so komplett konträr zum grimmigen, ewig auf Konflikt ausgelegten, zum Lachen in den Keller gehenden Sith gehen würden. Zunächst: Ich sehe bei den beiden keine "Häuser", keine Erbfolge-Geschichten, keine "Familienwürde" oder ähnliches, ganz wie Teenna es ausdrückte.
    Richtig ist, dass beide ein Beispiel für Sith sind die soziale Masken aufsetzen...was sie jedoch nicht weniger Sith sein lässt.


    Was Vowrawn also mit der ganzen "Haus-Thematik" zutun hat erschliesst sich mir nicht.


    Darth Vowrawn wurde in vergangenen Diskussionen an anderer Stelle oft als jemand dargestellt der gerne mal ein Ale trinkt, an sich schwächlich wirkt und sich eben seinen Platz da oben durch andere Mittel besorgt hat. In Wahrheit, wie die Encyclopedia, die Kriegerstory und auch der Kodex-Eintrag zeigen, ist Vowrawn ein sozialer Spieler der alle möglichen Arten von Angriffen seit Jahren begegnet und einer der längsten Vertreter im Rat der Sith weil er dort, auch gegen offensive Angriffe, zu überleben weiß. Darth Serevin ist ein Sith der mit der Komponente "Etikette" ebenso spielen kann, sie als Mittel zum Zweck einsetzt um seine Ziele zu erreichen und der auch, wie man auf Ilum sieht, ganz anders kann wenn er gerade nicht in diplomatischer Mission unterwegs ist und sich so geben muss.


    Dann haben wir noch Darth Gratan in seinem Häusle in Dromund Kaas. Ja, dort sieht man wirklich eine Frau und einen Sohn. Ein "Haus Gratan" aber nicht. Zudem Gratan noch einen ganz gewichtigen Faktor mit sich führt: Er führt gerade auf Dromund Kaas Krieg gegen den Rat der Sith und sammelt seinen gesammten Einfluss, seine ganzen Ressourcen, sehr eng um sich.


    Von Familenbanden allgemein, Sith-Adel und Sith-Häusern ist dort nichts zu sehen. Von Erbfolgen, vereinbarten Hochzeiten zum Zweck sich "artgerecht" fortzupflanzen ebenso nicht. Gerade letzteres ist ein Thema das zu Releasezeiten irgendwie im RP auftauchte, wo plötzlich von "Sith-Reinblut Zuchtplänen zum Arterhalt" die Rede war und selbiges bespielt wurde. Mir ist noch nirgendwo etwas wie "vereinbarte Hochzeiten" begegnet. Mir ist auch noch nirgendwo etwas von Reinblütern begegnet die extra Reinblüter gesucht haben um ein Reinblut zu zeugen, rein des Reinblut zeugens wegen oder um einen "Erben" für irgendeine Familie zu haben. Natürlich mag es einem Charakter rein IC bei der Partnerwahl auch auf die Rassepräferenzen ankommen. Es wäre ja nicht verwunderlich, dass ein Reinblut, welches seine Art (wie es im Imperium auch dargestellt wird) als die priviligierte, einzig wahre, wahrnimmt und es deswegen für völlig abwegig hält wenn schon dann irgendetwas anderes als ein Reinblut an sich heran zu lassen.


    Bioware und Lucas haben in SWTOR (auch Engineseitig) das Thema des Vermächtnisses in einigen Beispielen angebracht. Das bekannteste und am öftesten als Beispiel genommene ist das Kressh Vermächtnis, welches auf Ludo Kressh, den Rivalen von Naga Sadow, zurückgeht. Auch hier ist von "Adel" oder "Haus Kressh" nirgendwo je die Rede. Vielmehr stellt es sich so dar, dass die Nachkommen des Kressh, in Form von Vodal Kressh der gegen den Imperator aufbegehrte und Exal Kressh die dies ebenso als seine ehemalige Schülerin tat, immer wieder irgendwo mit dem Namen Kressh auftauchen. Ja, hier wird tatsächlich sogar mal von "Blutlinien" gesprochen, aber von Häusern, Familienbanden, Adel, etc. immer noch lange nicht.


    Vielmehr findet man immer wieder Beispiele, dass Sith mit großer Macht große Macht anziehen, eben aufgrund dessen was sie individuell taten nicht aufgrund der Vermächtnisses oder ihrer Blutlinie allein. Ein mächtiger Sith zieht mächtige Sith als mögliche Verbündete an (nur logisch, ebenso wie Feinde). Unter diesen Verbündeten mag sich Nachkommenschaft ergeben. Diese Nachkommenschaft trägt einen Namen, kann auf mächtige Eltern aufblicken, hat (vielleicht, kein muss) deswegen Potential, wird aber auch kritisch beäugt. Der Nachwuchs muss sich genauso beweisen, muss die Akademie besuchen, sich einen Namen machen. Ein blosser Verlass auf den Namen, oder der Name als Türöffner, ist noch lange nicht drin. Und so ergibt es sich, dass einige wenige Namen wirklich über lange Zeit Bestand haben weil bestimmte Individuen aus bestimmten Blutlinien immer wieder auftauchen und durch ihre individuelle Leistung von sich reden machen, nicht weil sie einen bestimmten Namen tragen.


    Und darüber hinaus fällt mir da generell gerade nur der Name Kressh ein. Keiner der früheren Ratsmitglieder hat irgendetwas in Form von Familien hinterlassen. Naga Sadow tat das nicht. Marka Ragnos tat das nicht. Die früheren Sith taten das nicht. Auch, bis auf die Ausnahme von Gratan mit der ganzen Besonderheit um seine Person, in der aktuellen Ära ist davon nichts zu sehen.


    Das führt wieder zurück dazu, dass politisch Intrigante Sith das eine sind über die wir nicht streiten müssen (was ich auch nie getan habe).
    Das Thema der Sith-Häuser mit ihren traditionalistischen Oberhäuptern die die Ehre des Hauses für die Zukunft sichergestellt wissen wollen, die die Erbfolge ihrer Nachkommen geklärt haben wollen, die ihre Fehden gegen andere Häuser bestreiten, ist ein ganz anderes und eines, dass im offiziellen Hintergrund absolut nicht ein einziges Mal eine Entsprechung, ein Beispiel findet. Auch nicht in Darth Vowrawn.


    Vielmehr beisst es sich an nicht wenigen Stellen mit der Darstellung der Hierarchien der Sith, ihrem Machtgewinn, dem Machtstreben, dem wie Positionen verteilt werden, etc. Das ist der Kern meiner Kritik. Und die hat nichts mit "Spaß" kontra "Lore-treue" zutun, denn nach diesen Prämissen macht vielen vieles Spaß und jede Diskussion, jede Kritik, könnte mit dem Satz "aber es macht mit Spaß" direkt beendet werden. Sei es, um Härtefälle zu zeigen, der Cantina Darth der sagen könnte "aber Darth Serevin hat auch Bankette veranstaltet" oder die halbnackte Sith auf Nar Shaddaa die daran nunmal Spaß hat. Über Spaß lässt sich nicht streiten oder diskutieren und das tut auch niemand.

  • Dieser Feedback Thread entwickelt sich meiner Meinung gerade zu einem "Meine Vorstellung der Sith sieht so aus und nicht anders!"....


    In meinen Augen ist das jedoch kein Feedback, sondern ein Einfordern eines festen Denkmusters und das hat meiner Meinung in diesem Thread nichts zu suchen. Hier sollte es um Feedback zu Geschichte gehen und zwar in einer Form, dass der jeweilige Autor auch etwas damit anfangen kann. Ich habe auch meine Probleme mit der Darstellung der Sith, aber mit ein paar Schritten zurück und aus der Distanz betrachtet, habe ich meinen Spass mit der Geschichte :winking_face:


    SWTOR - EXODUS

    SWG LEGENDS - SPHINX [SPX]
    BOUNTY HUNTER - CRIME RP

  • An dieser Stelle möchte ich die Mods bitten, die sich entwickelnde 'wie sieht das familiäre Zusammenleben von Sith aus' und 'Darstellung der unterschiedlichen Sith-Lebensweisen'-Diskussion in einen separaten Thread auszulagern, weil sich das Thema nun wirklich ziemlich von einem Feedbackthread entfernt.


    Danke an dieser Stelle an alle, die mir Feedback gegeben haben und die ihren Spaß an der Story finden können - denn darum geht es mir primär. Spaß am Schreiben zu haben und Spaß für die Leser vermitteln. Dass vieles humoristisch und auch ironisch auf die Spitze getrieben wird, ist ein bewusstes Stilmittel und soll der Unterhaltung dienen. Ist das erreicht, bin ich sehr glücklich :slightly_smiling_face:

  • Und da sich das Ganze nun in einem eigenen Thread befindet, von mir noch ein bisschen Senf zu den ach so sehr als GoT-Verschnitt verschrieenen 'Adels'-Sith. Ich muss gestehen, je öfter ich in diesem Forum die Argumentation mit der zugegebenermaßen bekannten Fernsehserie lesen darf, die regelmäßig aufkommt, wenn Leute Familien- und Interessenverbünde bespielen und das zufälligerweise 'Haus' nennen, desto mehr muss ich den Kopf schütteln. Denn auch der Autor von GoT bedient sich reichhaltig an bereits vorhandenen kulturellen Konzepten der Menschheitsgeschichte und formuliert sie nur neu. Die "Red Wedding" ist was Neues? Ich habe selten so gelacht. Bartholomäusnacht!


    Ich betrachte Star Wars als eine geschickt vom ursprünglichen Autor zusammen geklaute Ansammlung historischer Anleihen, weil ich diese Parallelen aufgrund meiner bisherigen Ausbildung ziehen kann - ich habe alte und mittelalterliche Geschichte studiert und wage zu behaupten, mir ein gewisses Wissen über kulturelle Zusammenhände angelesen zu haben. Und so findet man dann auch recht viele Elemente ziemlich leicht in der Menschheitsgeschichte wieder, wenn man denn will.

    • Fall der Republik und Aufstieg des Imperiums? George Lucas hat sich beim Fall der römischen Republik und dem Aufstieg Octavians als erstem Kaiser von Rom bedient, wobei recht viele der verborgenen Winkelzüge, die Palpatine anzulasten sind, in der Realität von mehreren Personen gemacht wurden.


    • Sith, die sich gegenseitig an die Gurgel gehen und ihre jeweiligen, ihnen loyalen Truppenverbände aufeinander hetzen? Situation zwischen den einzelnen römischen Senatoren, die als Feldherren Träger des imperiums waren und aus dem Gesamtinteresse 'römische Republik' das Eigeninteresse 'mein Aufstieg, mein Machterhalt' machten, geschichtlich und quellentechnisch sehr gut seit der Zeit von Sulla belegt.


    • Eine kaputte, innerlich von Korruption und Eigeninteressen zerfressene Demokratie (Republik), die sich immer weiter von den Interessen des Volkes wegbewegt? Liest hier irgendwer Zeitung oder guckt Nachrichten?


    • Totalitäres System (Imperium), bei dem die Bürger überwacht, eingeschüchtert und kleingehalten werden? Willkommen im Dritten Reich, in Nordkorea, willkommen in der ehemaligen DDR, ehemaligen UdSSR und anderen Systemen, in denen sich die Strippenzieher über ihr Volk erhoben haben.


    • Sklavenhaltung als alltägliches Element? Ägyptische Pharaonenzeit. Römisches Reich. Im Russischen Zarenreich gab es bis in die frühe Neuzeit hinein Leibeigenschaft.


    • Familienverbände, die Heiraten als politisches Mittel verwendeten, um Ressourcen, Machtbasen und Verbindungen zu erhalten? Diese Form der gesellschaftlichen Vertragsschließung gibt es belegt seit der Ägyptischen Pharaonenzeit, findet sich gesetzlich in mehreren Varianten ausformuliert im Römischen Reich, im frühen Mittelalter, im Hochmittelalter, in der Renaissance, selbst noch während der viktorianischen Ära. Die Ehe als romantische Liebesgemeinschaft ist ein Ideal der Biedermeierzeit und selbst damals waren Vernunftehen als Ressourcenerhalt zweier Familien absolut gebräuchlich.

    Der gängige Tenor der Quelleninterpretation, wie sie von Malycus vertreten wird, scheint mir derzeit zu lauten: Es steht nirgendwo, also gibt es das auch nicht.
    Als Historiker lernt man jedoch, anders zu denken: Es steht nirgendwo, also hat es vielleicht niemand aufgeschrieben. Das heisst aber noch lange nicht, dass es das nicht geben kann, sondern nur, dass es noch niemand aufgeschrieben hat. Oder die entsprechende Quelle, obgleich es sie gibt, noch nicht gefunden wurde.


    Jede "Quelle" erzählt uns eine Geschichte, die aus dem Interessenhintergrund des Aufzeichnenden geprägt ist. Bei SW-Büchern sind das ganz klare Arbeitsanweisungen und klar umrissene Storyfetzen, die der jeweilige Autor der geneigten Leserschaft vorwerfen darf, die das Werkeln irgendeiner herausragenden Person aus dem SW-Universum genauer beleuchtet. Über die Normalos erfährt man, wie auch in der menschlichen Geschichtsschreibung, selten besonders viel. Über die Hintergründe von Entwicklungen nicht minder, weil das Spotlight der Erzählung sich auf die herausgehobene Person richtet. Im Halbdunkel und den Schatten hinter der herausgehobenen Person bleibt jedoch sehr viel Raum für Interpretation.


    Ich interpretiere meine Sith in eine Richtung, die tatsächlich nirgendwo belegt ist. Aber auch nirgendwo verboten.
    Es erscheint mir logisch, dass ein Sith mit seinem Gefolge alleine stark sein kann, aber mehrere Sith, die aus dem Grund gleicher genetischer Abstammung heraus sagen, dass man zusammenarbeitet, die Ressourcen zusammenhält und versucht, sie gemeinsam zu mehren, aber sehr viel stärker sein können. Ob die sich untereinander nun lieben oder hassen, ist einerlei, denn das gemeinsame Interesse, nämlich den Besitz, die auch von Vorfahren erarbeitete Machtbasis zu erhalten, ist ein stärkeres Interesse als das eigene. Vielleicht auch mit dem Hintergrund, irgendwann der Stärkste der Familie zu sein, um alle anderen dem eigenen Willen zu unterwerfen und die vorhandenen Ressourcen alleine zu kontrollieren - das bleibt jedem Sith selbst überlassen.


    Dass ich dieses Konglomerat von Interessen 'Haus' nenne anstelle 'Familie' - ja nun, das ist ein Begriff, der recht gut klingt und bereits vor meinem Spielbeginn mit Anechour von anderen verwendet wurde. Belegt als "Adelshintergrundsbezeichnung" wird er auch in der offizlellen Spiel-Lore von den Adeligen auf Alderaan verwendet und scheint mir daher nicht abwegig. Muss ein Interessenkonglomerat zwingend eine genetisch verwandte Familie sein? Nein, sicher nicht. Ein mächtiger Sith hat gewiss auch weniger mächtige Sith, die ihm folgen, weil sie im Kielwasser seiner Macht mitschwimmen wollen - ein erweitertes Gefolge. Ist im Prinzip dasselbe, nur mit anderer Einstiegsmöglichkeit.
    Dass die Reinblüter sich mit ihrem genetischen Zuchtprogramm für ein 'wir suchen den genetisch passendsten Partner für verbesserte Nachkommenschaft' Spiel besonders gut eignen, sollte denke ich unbestritten sein und passt für mich perfekt in den Grundgedanken einer Elite, die langsam merkt, dass sie sich zu überleben beginnt. Das dann mit Ressourcenoptimierung zu verbinden, scheibt mir naheliegend.


    Von einem "Got"-entlehnten "Erbsystem" habe ich jedoch in keinem einzigen meiner Texte etwas geschrieben, sondern ausschließlich von der natürlichen Selbstauslese von Anechours älteren Brüdern - er selbst hatte kein Interesse daran, groß hervorzustechen, wird nun aber als letzter möglicher Nachkomme von seinen Eltern so weit getrieben, dass er den Laden irgendwann übernehmen kann.
    Die älteren Brüder haben sich nämlich selbst disqualifiziert. Bei anderen Sith-Familien sieht es anders aus (Beispiel Everyndar: Der älteste Bruder hat sich als ungeeignet erwiesen, nun ruhen die Hoffnungen der Matrone auf ihrer Tochter Vrynasha). Im Zweifel denke ich, dass sich der Stärkste / Geschickteste / Intriganteste am Ende durchsetzen wird, und dann alle Ressourcen des Familienkonglomerats in den Händen hält.


    Warum ich Darth Vowrawn eingebracht habe, hat nicht den Grund, ihn in das 'Haus'-Spiel einzuzwängen, sondern liegt am sympathischen, humorigen Auftreten dieses Sith. Er geht dermaßen hintergründig ironisch vor und deklassiert Baras mit geschickter Hand - als gesellschaftlich agierender Sith mit einer nett-witzigen Maske, der zeigt, dass man sehr wohl ausgesprochen gefährlich sein kann, ohne gesellschaftliche Umgangsformen vermissen zu lassen. Er ist ein Lenker aus dem Hintergrund, dem es gelingt, ohne die übliche 'ich bin Sith, ich muss öffentlich foltern, morden, Angst einjagen etc' Masche seine Ziele zu erreichen. Ein Gegenentwurf zu Darth Baras, der recht gerne eben diese Hebel ansetzt.
    Vowrawn war in einigem ein Vorbild für den Charakter Anechour Theress, der ebenfalls eine gesellschaftliche Maske trägt und sie aus eigenen Gründen aufrecht erhält. That's all.


    Aber, um es klar zu sagen: Das ist meine ureigene Interpretation. Ich erhebe keinen Ausschließlichkeitsanspruch, ich will diesen Gedanken niemandem aufoktroyieren, ich habe auch nicht vor, irgendwen mit meinem Spiel oder meinen Stories zu belästigen. Wer mir klar macht, dass es ihm oder ihr nicht gefällt, dem kann ich auch aus dem Weg gehen und falle sicher nicht auf die Nerven. :winking_face: Wie andere spielen und spielen wollen, sei ihnen gerne und mit Freuden selbst überlassen. Ergibt es Überschneidungen und gemeinsame Interessen, freue ich mich, und dafür organisiere ich gerne Events oder schreibe unterhaltsame Stories. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    Mehr werde ich in diesem Thread und zu diesem Thema nicht beitragen - wer sich interessiert, kann mich gerne anschreiben, wer mitmachen mag, auch. Vielleicht sieht man sich im Spiel, vielleicht nicht - ich bin und bleibe gespannt, wie sich das RP entwickelt. :slightly_smiling_face:

  • Ich habe mitnichten geschrieben "das steht nirgendwo, also gibt es das auch nicht".


    Ebenso könnte ich aber auch sagen:


    Zitat

    Ich betrachte Star Wars als eine geschickt vom ursprünglichen Autor zusammen geklaute Ansammlung historischer Anleihen, weil ich diese Parallelen aufgrund meiner bisherigen Ausbildung ziehen kann - ich habe alte und mittelalterliche Geschichte studiert und wage zu behaupten, mir ein gewisses Wissen über kulturelle Zusammenhände angelesen zu haben. Und so findet man dann auch recht viele Elemente ziemlich leicht in der Menschheitsgeschichte wieder, wenn man denn will.


    Weil es das in historischen realen Beispielen gibt, gibt es das in Star Wars noch lange nicht so.
    Da kann man studiert haben so viel man will. Aus meiner Erfahrung der Realpolitik, meinem Grundstudium (wenn wir schon persönliche Erfahrungen und Bildung mit rein bringen müssen) kann ich mir auch recht viel vorstellen, geben muss es das im Gesamtkontext einer solchen fiktiven Welt aber deswegen noch lange nicht.


    Zitat

    Dass die Reinblüter sich mit ihrem genetischen Zuchtprogramm für ein 'wir suchen den genetisch passendsten Partner für verbesserte Nachkommenschaft' Spiel besonders gut eignen, sollte denke ich unbestritten sein und passt für mich perfekt in den Grundgedanken einer Elite, die langsam merkt, dass sie sich zu überleben beginnt. Das dann mit Ressourcenoptimierung zu verbinden, scheibt mir naheliegend.


    Dir scheint es naheliegend, begründet ist das aber nirgendwo. Viel mehr wird immer wieder auf blosse Macht hingewiesen. Das es weniger Reinblüter gibt ist ein Faktum der sich in den letzten 1000 Jahren schon bemerkbar gemacht hat. Die Allgegenwärtigkeit von Reinblütern als Zuchtobjekt sieht man dennoch nirgendwo, so logisch es dir und anderen Spielern erscheinen mag. Sith gehen von individueller Macht aus, nicht vom Blut allein, nicht vom Namen allein, nicht von der Rasse allein. Die Reinblüter werden als überlegen angesehen weil der Rasse selbst mehr Macht zugesprochen wird, weil sie den alten Sith am nächsten kommen, weil die meisten Reinblüter Sensitiv geboren werden, nicht aus Selbstzweck.


    Ich würde gar soweit gehen, dass gezüchtete Reinblüter von solchen Wesen doch eher als Frevel und Entwürdigung betrachtet werden könnten. Retorten-Sith um eine untergehende Art zu erhalten. Ich würde auch behaupten, dass die Reinblüter nie soweit gehen würden sich als "untergehend" zu betrachten.


    Grundsätzlich, wenn man solche Parallelen zieht, dürfte das Imperium in der Form gar nicht existieren, da sich anhand realer Vergleiche von Diktaturen die weitaus kürzer existierten ein solches System von Selbstzerfleischung nicht in Jahrtausenden, sondern in Jahrzehnten selbst hätte vernichten müssen. Hat es aber nicht. Es würde mir, aus purem gesunden Menschenverstand daher auch "logisch" erscheinen wenn alle Sith die gegeneinander gerichteten Klingen fallen lassen und am besten Gestern schon die Bruderschaft der Dunkelheit gründen, wie Lord Kaan es in tausenden Jahren tut. Das passiert aber nicht, so logisch diese Entwicklung für mich als Spieler, mit Realbezügen, auch wäre.


    Mit dem Satz "nur weils nirgendwo steht heisst es nicht, dass es das nicht gibt", und hier dreht es sich wieder, könnte allerhand Zeug legitimiert und erklärt werden.
    Das ist immer die Zweite Seite der Münze:
    Du sagst, dass ich sage "das steht nirgendwo, das gibts nicht". Auf der anderen Seite hatten wir bei diversen Diskussionen die Argumentation "wenn nirgendwo steht, dass es etwas nicht gibt, dann gibt es das wohl auch".


    Ich bin weder der einen noch der anderen Ansicht sondern versuche auch zwischen Quellen einfach das "Mindset" zu extrapolieren. Aus dem Gesamtzusammenhang ergibt sich viel was es "gibt" und "was es wohl eher nicht gibt". Institutionen wie "Sith Häuser" gibt es de facto nicht. Und, hier der Querverweis, bedeutet das noch lange nicht, dass es keine mächtigen Sith gibt die ihr Gefolge schlicht "Haus" nennen.
    Das ist etwas was ich mit Eldira, damals vom Haus Calderis, schon vor über einem Jahr besprach und auch nie in Zweifel gezogen habe.


    Es ist aber irgendwann die Maße und das Maß wie es dargestellt wird. Wie ich schon sagte scheint es als "normal" angesehen zu werden, dass Sith sich in Häusern organisieren. Das so etwas wie "Sith Häuser" absolute Normalität im Imperium und unter dem Orden der Sith sind. Das es normal ist, dass Sith verabredete Hochzeiten begehen, das Sith überhaupt aus politischen Gründen heiraten.
    Gerade letzteres würde ich absolut abstreiten, denn die Macht eines Sith kommt aus ihm. Ein Sith ist etwas Wert und mächtig. Er wird das nicht durch eine Hochzeit. Das ist aber auch ein oftmals diskutiertes Thema.


    Das mächtige Sith zusammenfinden liegt in ihrem Stand begründet. Dieser ergibt dann das anziehen mächtiger Wesen als Verbündete (oder Feinde), nicht anders herum: Durch Heirat oder mächtige Eltern wird jemand etwas. Beispiele dafür gibt es nirgendwo, würde diese Art auch absolut den Grundsätzen der dargestellten Sith wiedersprechen.

  • In meinem letzten Text habe ich deutlich gemacht, dass man, beispielsweise, die Spielwelt in einem Fantasy-Setting noch lange nicht erklären kann weil man mit Realbezügen glänzen kann.


    Beim Posting weiter oben habe ich Beispiele aus der Spielwelt mit Beispielen und Bezügen wo diese zu finden sind gebracht um eine unterschiedliche Interpretation beider Dinge aus Sicht der Spielwelt darzulegen.


    Mir scheint die Diskussion aber in zwei Richtungen zu gehen die unterschiedliche Ansätze verfolgen.


    • Erkläre die Spielwelt durch Realbezüge und reale "Parallelen" und was dadurch logisch erscheinen mag und sich im Spiel logisch wiederfinden müsste: Spielwelt erklärt durch reale Beispiele
    • Erkläre die Spielwelt anhand der Quellen aus der Spielwelt. Spielwelt erklärt anhand der Spielwelt.


    Ich befürchte, dass das beides nicht zusammenfinden wird, gerade wenn auf Spielbeispiele und Quellen mit Beispielen aus dem alten Rom geantwortet wird (und das nicht das erste Mal bei einer SWTOR-Lore Diskussion). Meiner Ansicht nach sind das immernoch 2 Welten, auch wenn es da Parallelen gibt (wie zu vielem).

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