18 NVC - Vollständiger Kristall

Erste Sonnenstrahlen begannen damit das Plateau mit Licht zu beleuchten. Es war sehr früh am Morgen und die ersten Tiere erwachten langsam aus ihrem Schlaf. Einige auf dem Stützpunkt würden wohl nun ihre Schicht beenden und andere ihren Platz einnehmen. Der Morgentau klebte an den Blättern. Alles wirke wie gerade erst erwacht. Die Macht umgab sie alle. Wirbelte die Blätter auf, weckte die Wesen, strahlte über das Plateau. Sie war lebendig und greifbar.


"Der Kristall ist das Herz der Klinge."


Auf einem Stein, zwischen zwei Bäumen, saß der junge Mensch in seiner blauen Robe. Die Kapuze war über den Kopf gezogen und so berührten die Tropfen seine Kapuze statt das Haar. Er atmete leise und ruhig befand er sich im Einklang mit sich und mit der Macht, die ihn durchdrang und sich um ihn legte. Seit langer Zeit fühlte er sich wieder im Einklang mit der Macht, seinem Geist und seinem Körper. Aus den Händen, welche im Schoss gebettet waren stieg langsam ein grün schimmernder Kristall empor. Es folgte die Energiezelle, die Hülle, die Kristallhalterung und weitere Teile des noch nicht vollendeten Lichtschwertes. Die Macht berührte jedes einzelne Element aber die Verbindung war noch nicht vollzogen worden. Jedes dieser Teile griff für sich selbst nach der Macht doch fehlte die Einheit.


"Das Herz ist der Kristall des Jedi."


Leise, ruhige, ausgleichende Worte verließen den Mund des Menschen, der die Augen geschlossen hatte und nicht die Anstalten einer Bewegung machte. Der Kristall setzte sich in die Mitte, die anderen Teile positionierten sich um. Wie kleine Planeten kreisten sie umher, der Kristall als Zentrum des System. Harmonisch, fließend ohne die Spur Hektik bewegten sich die Elemente.


"Der Jedi ist der Kristall der Macht."


Warmer Luft gelangte über die Nase nach draußen. Ebenso bewegte sie sich gleichmäßig. Die Gefühle des Menschen waren geordnet, ordneten sich so eben. Eine tiefe Ruhe war in ihm zu finden und sein Zustand war stabil. Gedanken waren dumpfe Geräusche im Fluss der Macht, die sich ihren Weg durch sein Innerstes bahnte. Sie leitete ihn, nahm ihn an die Hand und zeigte, was zu tun war. Er konnte sie hören, sie spüren und vertraute dieser Energie. Tiere, Bäume, Menschen, Togrutas, Twi'lek, Soldaten, Jedi, sie alle waren die Macht, durch sie verband sich alles zu einem einzigen harmonischen Konstrukt.


"Die Macht ist die Klinge des Herzens."


Langsam führte die Macht alle Teile zusammen. Das Griffstück schob sich langsam ineinander. Die Energiezelle legte sich in ihr gemachtes Bett. Nur der Kristall wachte über das Vorgehen. Xine war in einem Zustand in dem er alles um ihn herum wahrnehmen zu schien, doch nicht durch seine Augen sondern durch die Macht, die einen Vogel in der Baumkrone ihm so nahe brachte, wie seine eigenen Händen. Harmonie war um ihn herum und strahlte von seinem Inneren ab. Sein Geist war bereit wieder vollständig zu werden. Sorgen, Hoffnungen oder Verlust spielte keine Rolle. Hier und jetzt gab es nur ihn, den Kristall und alles was die Macht anbot.


"Alles ist miteinander verflochten."


"Der Kristall."


Murmelte die Stimme nun nur mehr, als ob es eine Stimme aus dem Geiste war, die nach außen drang. Langsam bildete sich das Heft und der Kristall senkte sich in die Vorrichtung. Langsam, beständig.


"Die Klinge."


Ohne eine Berührung senkte sich der letzte Teil des Heftes auf die noch offene stelle. Verband sich fließend mit dem Rest der Konstruktion. Der Kristall im Inneren bildete mit den ausgearbeiteten Elemente zusammen eine makellose Einheit, verbunden durch die Macht.


"Der Jedi."


Xine hauchte seine Worte nur noch leise. Er spürte wie die Macht nicht nur den Kristall und die Klinge verband, sondern spürte er auch wie das Dreieck sich vervollständigte. Er spürte die Klinge, den Kristall und sich selbst. Verbunden, vereint, vervollständigt. Langsam streckte er die Hand nach dem noch schwebenden Schwert aus. Ein letzter Akt. Dann erst, dann waren der Jedi und das Schwert verbunden. Langsam und beständig bewegte sich die Hand durch die frische Luft. Die Sonnenstrahlen des nächsten Morgens waren gerade dabei sich ihren Weg erneut durch die Äste zu bahnen als die Hand das Schwert aus der Luft griff.


"Ihr seid eins."